Kunststoffbasierte Werkstoffe verformen sich nicht nur unmittelbar unter Belastung, sondern können sich auch über einen längeren Zeitraum langsam weiter verformen. Dieses Verhalten wird als Kriechen bezeichnet. Die Kriechneigung beschreibt, wie stark ein Schlauchliner zu dieser zeitabhängigen Verformung neigt.
Bei der 24h-Kriechprüfung wird eine Linerprobe über 24 Stunden mit einer konstanten Belastung beansprucht. Währenddessen wird gemessen, wie sich die Verformung im Laufe der Zeit verändert.
Das Ergebnis liefert wichtige Hinweise auf das Langzeitverhalten des Liners. Eine geringe Kriechneigung spricht dafür, dass der Schlauchliner seine Form und Tragfähigkeit auch unter dauerhafter Belastung beibehält. Gleichzeitig kann die Prüfung Hinweise auf die Qualität der Aushärtung liefern, da unzureichend ausgehärtete Materialien häufig ein ungünstigeres Kriechverhalten zeigen.
