Mit dem Scheiteldruckversuch wird geprüft, wie sich ein Schlauchliner als vollständiges Rohr verhält. Im Gegensatz zur Dreipunktbiegeprüfung, bei der nur ein Wandabschnitt untersucht wird, betrachtet dieser Versuch den Liner als geschlossenen Ring.
Dafür wird ein ringförmiger Abschnitt des Liners in eine Prüfmaschine eingespannt und von außen zusammengedrückt (radiale Belastung). Gemessen wird, wie stark sich der Ring verformt und welche Kräfte er aufnehmen kann.
Die Prüfung liefert Kennwerte wie die Ringsteifigkeit (Anfangs-Ringsteifigkeit), den Umfangs-E-Modul sowie die statisch tragende Wanddicke. Die Ergebnisse zeigen, ob der Liner den Belastungen aus Erdreich, Grundwasser und Verkehr langfristig standhalten kann.
